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Außerdem engagieren sich, auch ohne Vorstandsamt:

Die Traditionellen Bogenschützen Arnstorf e.V. sind ein traditioneller Bogensportverein mit Sitz in Arnstorf. Die Wurzeln reichen bis 1997 zurück: Damals entstand das Bogenschießen als Sparte der Bergschützen Arnstorf. 2007 wurde daraus ein eigenständiger, eingetragener Verein.
Bei uns wird traditionell geschossen: mit Holzpfeilen auf unserem vereinseigenen 3D-Parcours. Der Parcours ist nicht öffentlich zugänglich und steht ausschließlich unseren Vereinsmitgliedern zur Verfügung.
Im Jahr 1992 richtete der Markt Arnstorf das 2. Mittelalterfest aus. Die Arnstorfer Bevölkerung war eingeladen daran mitzuwirken. Winfried Lauber und Hans Hagn hatten die Idee, sich mit einem Bogenschießstand daran zu beteiligen.
Ein paar Bögen wurden geschnitzt (sahen etwas anders aus wie heute), Pfeile gekauft, 2 Zielscheiben (laufender Keiler) auf Pappkarton gemalt, und fertig war der Schießstand. Für gute Schützen gab es eine Urkunde.
Der Bogenschießstand erwies sich als wahrer Besuchermagnet. Überwältigt von dem großen Antrag, beschlossen Winfried Lauber und Hans Hagn mehr daraus zu machen. Da steckt Potenzial dahinter.
Dazu wird allerdings vernünftiges Gerät benötigt. Doch woher nehmen? Traditionelle Bögen sollten es sein. In den damaligen Bogensportgeschäften gab es nur Sport- oder Compoundbögen. Also doch selber bauen. Aber wie, wenn man keine Ahnung hat. Man kannte niemanden der uns in diesem Fachgebiet weiterhelfen konnte.
Schließlich suchte man nach einschlägiger Literatur. In der Deutschen Literatur war wenig brauchbares vorhanden. In der Englischen viel. Allerdings musste diese vorher übersetzt werden. Irgendwann war es so weit. Winfried Lauber beschäftigte sich mit Bogenbau, Hans Hagn mehr mit Pfeilbau.
Nach vielen Experimenten und Versuchen, wobei einiges an teures Brennholz produziert wurde, kam dann doch einigermaßen vernünftiges Gerät zustande. Voller Stolz zogen beide über die Wiesen und durch die Wälder um Ried und Hoheneichberg. Schossen auf Maulwurfhaufen, Vogelscheuchen und morsche Baumstämme.
Doch irgendwann wurde es eintönig. Da muss es doch noch was anderes geben!! Durch Zufall stieß man auf einen Artikel in der Tageszeitung mit der Überschrift „Die Jagd auf den Plastikhirsch“. Darin wurde ein Bogenparcours in Waidring in Tirol mit 28 3D Tierscheiben beschrieben. Es war klar das man dort hin musste.
Nach dem Besuch des Parcours war man begeistert. So was brauchen wir in Arnstorf auch. Doch nach der Begeisterung folgte die Ernüchterung. Woher bekommt man diese Scheiben und was kosten diese? Aus Amerika und in Italien soll es Hersteller geben. Je nach Größe zwischen 50 – 800 Mark oder mehr wurde uns gesagt. Aus der Traum. Zu teuer.
Als Alternative mußten Papierauflagen herhalten die man auf Strohballen oder Schilfmatten befestigte.
Einige Zeit später kam wieder der Zufall ins Spiel. Bei einem Ausflug zur Hudson Bay in Wieshof bekam man die Adresse von Schmidt Rudi, eines Bogenbauers in Teublitz. Dieser soll der Fachmann für Traditionelles Bogenschießen und Bogenbau sein. Es wurde ein Treffen mit Schmidt Rudi vereinbart.
Es stellte sich heraus das dies ein großer Glücksfall war. Ohne den Rudi wären wir wohl nicht das, was wir heute sind.
Mittlerweile fanden auch Freunde und Bekannte Interesse am Traditionellen Bogenschießen. Aus dem Duo wurde ein Trio, Quartett usw. Da es damals noch keinen Parcours gab, streifte man einfach so durch die Wälder um Ried. Für manchen Spaziergänger muss es wohl ein kurioser Anblick gewesen sein, wenn plötzlich Erwachsene Männer mit Pfeil und Bogen aus dem Gebüsch aufgetaucht sind.
Irgendwann wurden die Bergschützen Arnstorf auf uns aufmerksam. Sie fragten uns ob wir nicht eine Sparte Bogenschießen bei ihnen gründen möchten. Da wir „Heimatlos“ waren, nahmen wir dieses Angebot dankbar an. Bei einem Treffen wurden Details besprochen.
Im Dezember 1996 kam es schließlich zum Gründungstreffen, wobei auch ein Name für die Sparte festgelegt wurde. Ab 01.01.1997 nannten sich die Bogenschützen
Traditionelle Bogenschützen Arnstorf
Sparte Bergschützen Arnstorf
Die Männer der ersten Stunde waren:
Nun konnte es losgehen. Der Saal im Schützenhaus wurde zum Bogenschießen hergerichtet, Material angeschafft, ein paar kleine 3D-Scheiben gekauft. Später wurde hinterm Schützenhaus noch ein Freiluftschießstand errichtet.
Auch von den Bergschützen fanden einige Spaß am Bogenschießen. Viele Wettkämpfe, Spaßturniere, Feiern u.v.m. fanden im Schützenhaus statt. Legendär waren die langen Schießabende am Freitag, wo bis spät in die Nacht geschossen und gefeiert wurde. Kleine Turniere fanden damals auch schon in Ried statt. Es war eine sorglose und entspannte Zeit.
Besonders erwähnt soll hier Norbert Kiermeier von den Bergschützen werden. Dieser hat sich sehr für die Belange der Bogenschützen eingesetzt und tatkräftig unterstützt. Danke Norbert!!
Im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der Bogenschützen und es wurde eng im Schützenhaus. Außerdem standen Umfangreiche Umbaumaßnahmen im Schützenhaus an, so das der Saal nur noch selten genutzt werden konnte. Da das 3D Bogenschießen kein Indoor sondern ein Outdoorsport ist, zog es die Bogenschützen immer mehr in die Umgebung nach Ried.
Irgendwann bekam man von der Familie Bachmeier das Angebot die alte Bauernstube ab und zu als Stützpunkt zu nutzen. Schließlich wurde das Schützenhaus ganz aufgegeben, auch weil uns die Familie Bachmeier das Angebot machte, die Bauernstube als ständiger Aufenthalt zu nutzen zu können. Sämtliche Veranstaltungen fanden nun in Ried statt.
Mittlerweile waren es ca. 20 aktive Bogenschützen. Irgendwann wurden Stimmen nach einem eigenem Verein laut. Zuerst zögerlich, dann immer stärker. Bei einem Treffen wurde abstimmt ob ein eigener Verein gegründet werden soll. Einstimmig wurde für einen eigenen Verein gestimmt.
Im Dezember 2006 kam es dann zur Gründungsversammlung. Ab 01.01.2007 nannten sich die Bogenschützen nun:
Traditionelle Bogenschützen Arnstorf e.V.
Als Vorstände wurden gewählt:
Ein festes Jahresprogramm wurde festgelegt. Es wurden aber nicht nur interne Veranstaltungen durchgeführt, sondern auch viele externe. 3 Veranstaltungen sollten allerdings erwähnt werden,
Im Laufe der Jahre kam es zu mehreren Wechseln in der Vorstandschaft. Nachdem im März 2023 von der alten Vorstandschaft keiner mehr kandidierte, wurde eine junge Vorstandschaft gewählt.
Im September 2023 konnte endlich die Stube des Trachtenvereins bei einer Feierlichen Übergabe von den Bogenschützen übernommen werden.
Ein besonderes Dankeschön gilt der Familie Bachmeier. Ohne ihre großzügige Unterstützung und herzliche Aufnahme auf ihren Hof wären die Arnstorfer Bogenschützen nicht das was sie heute sind.
Ganz besonderer Dank gilt dem Leonhard Bachmeier (Hodel), der immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Belange der Bogenschützen hatte.