Vereins-Chronik

Zur Geschichte der Bogenschützen in Arnstorf

 

Die erste Nennung einer Bogenschützengesellschaft in Arnstorf geht zurück auf die Zeit um 1640.

Am 09.05.1853 werden die Statuten der schon länger bestehenden Bogenschützen-Gesellschaft in Arnstorf dem Landgericht Eggenfelden zur weiteren Einsicht und Genehmigung von der Gemeindeverwaltung vorgelegt. Die Gemeindeverwaltung ersucht das kgl. Landgericht um Genehmigung der Gesellschaft.

Noch in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wurde in Arnstorf mit Bögen geschossen. Verwendet wurden Bögen, die zumindest Ähnlichkeit mit dem englischen Langbogen hatten. Leider sind keine Bögen aus dieser Zeit überliefert. Aber es gibt ein mündliches Zeugnis: Frau Therese Paintner (geb. Niedermaier, geb. 1926), die Tochter eines Mitglieds der oben genannten Bogenschützengesellschaft, bezeugte beim Anblick eines englischen Langbogens „….mein Vater hatte den gleichen Bogen“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zunächst alle Vereine per Anordnung der Amerikanischen Militärregierung aufgelöst. Nach der Egalisierung dieser Anordnung in den 50er Jahren wurden viele Vereine neu gegründet. Die Bogenschützengesellschaft in Arnstorf aber bestand nicht mehr.

Angespornt durch die Idee, auf dem zweiten Mittelalterfest in Arnstorf 1992 ein Bogenschießen für Publikum abzuhalten, begannen Hans Hagn und Winfried Lauber sich mit dem Thema „klassisches Bogenschießen“ auseinanderzusetzen. Erste Versuche, Informationen über klassischen Bogenbau zu bekommen, zeigten auf, dass das Wissen des traditionellen europäischen Bogenbaus außer in England nahezu verloren war. Verschiedene englischsprachige Texte und alte Vorlagen brachten zwar etwas Licht ins Dunkel, aber viele Jahre des Experimentierens und Ausprobierens waren notwendig, einen adäquaten Wissensstand zu erreichen.

Heute wissen viele unserer Mitglieder wieder, wie schon Saxton Pope sagte: „….how to make a bow.“ Die meisten unserer Mitglieder bauen ihre Pfeile selbst, warten und reparieren ihr Sportmaterial, helfen Neulingen, ihren Stil zu finden. Der Verein richtet Turniere im traditionellen, jagdlichen Stil aus. Als Konsequenz hieraus wurde in unserem Verein von Anfang an nur mit Holzpfeilen geschossen. Dies aber auch aus Rücksicht auf die Natur, da verlorene Holzpfeile schneller den Weg des Vergänglichen gehen, wohingegen Alu- und Carbonpfeile weitaus länger als Fremdkörper im Wald herumliegen würden.

Seit etwa 1994 traf sich eine ständig wachsende Gruppe Interessierter, um diesem Sport zu frönen. In Ried, bei der Familie Bachmeier, bot sich die Möglichkeit einen Trainingsparcours aufzustellen und dort auch Turniere abzuhalten.

1996 bot sich die Möglichkeit bei den Bergschützen Arnstorf eine Sparte Bogenschießen zu eröffnen. Die Sparte nannte sich schon damals Traditionelle Bogenschützen Arnstorf. Die Gründungsmitglieder der Sparte waren, auf dem Foto in zweiter Reihe von rechts nach links: Hagn Hans, Losert Walter, Hagn Konrad, Lauber Winfried, Schmidtler Andi. Ganz links im Bild Damböck Ludwig, der Vorstand der Bergschützen Arnstorf. In der ersten Reihe der Nachwuchs der Bogenschützen.

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Die Gründungsmitglieder der Sparte Bogenschießen im Verein der Bergschützen Arnstorf, 1996

 

Schon in der Zeit als Sparte der Bergschützen wurden Turniere abgehalten, das folgende Foto stammt von einem der ersten Turniere im Jahre 1997, schon damals abgehalten in Ried.

 

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Eines der ersten Turniere in Ried, 1997

 

Im Jahr 2006 beschlossen einige Schützen wieder einen selbständigen Bogenschützenverein zu gründen, was am 30.12.2006 von 13 Schützen/ -innen und Freunden umgesetzt wurde.

Die Gründungsmitglieder waren:

Frank Armin, Hagn Konrad, Hauser Hermann, Aigner Richard, Stegmüller Jeannette, Voit Irmgard, Otteneder Stefan, Zerak Günter, Gutt Manfred, Gudula Schneider, Busler Ronald, Hagn Hans, Lauber Winfried.

Es wurde folgende Vorstandschaft gewählt:

1. Vorstand: Lauber Winfried
2. Vorstand: Hagn Hans
Kassenwart: Frank Armin
Schriftführerin: Voit Irmgard
Sportwart: Hauser Hermann

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Die erste Vorstandschaft der Traditionellen Bogenschützen Arnstorf e.V. 2006

 

In der Satzung wurde als Vereinszweck die Pflege des klassischen europäischen und jagdlichen Bogenschießens sowie die Wissensvermittlung in Bezug auf das traditionelle Gerät und Zubehör festgelegt.

 

Im Jahre 2009 (am 14.02.2009) wurde eine neue Vorstandschaft gewählt:

1. Vorstand: Hagn Hans
2. Vorstand: Otteneder Stefan
Kassenwart: Busler Ronald
Schriftführer: Franz Bachhuber
Sportwart: Hauser Hermann

 

Im Jahre 2011 (am 15.01.2011) wurde die Vorstandschaft wiedergewählt und zusätzlich Hagn Konrad als 2. Sportwart gewählt.

Im Jahre 2013 (am 26.02.2013) wurde Günter Zerak zum 2.Vorstand gewählt, ansonsten wurde die Vorstandschaft bestätigt.

Im Jahre 2015 (am 07.02.2015) wurde Herbert Bachl als Schriftführer gewählt, ansonsten wurde die Vorstandschaft bestätigt.